Was ist Scrum

Der Begriff “Scrum” wurde aus dem Rugby übernommen und bedeutet zu Deutsch, Gedränge. 

Im übertragenen Sinne ist die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten in einem Scrum-Projekt das Gedränge. Wie bei einem Rugby-Spiel akzeptiert Scrum, dass das Ergebnis nicht vorherzusehen ist.

Scrum wurde von Ken Schwaber und Jeff Sutherland erfunden und wird seit Anfang der 90er Jahre als Prozessrahmen zum Management von komplexen Produkten verwendet.

Scrum - Rugby

Photo by Olga Guryanova on unsplash.com

1995 wurde Scrum offiziell auf der OOPSLA - der, jährlich in den USA stattfindenden Object-Oriented Programming, Systems, Languages, and Applications - Konferenz vorgestellt.

Scrum ist ein Rahmenwerk, dass es ermöglicht, adaptiv, komplexe Aufgabenstellungen zu lösen. Durch die fest integrierte Adaption ist die Produktentwicklung mit Scrum in der Lage, sich permanent neu auszurichten und kann dadurch, unklare Ziele, sogenannte “Moving Targets” erreichen.

Der Ansatz ist iterativ und inkrementell. Iterativ. Die Produktentwicklung in kleinen überschaubaren Zyklen stattfindet.

Inkrementell, weil nach jedem Zyklus das Produkt ein Stück mehr fertig geworden ist.

Anatomie von Scrum

Scrum besteht aus einigen Regeln, Rollen, Events und Artefakten.

Ursprünglich für die Softwareindustrie entwickelt, wird Scrum heute für unterschiedlichste Branchen und Aufgabenbereiche verwendet. Das primäre Ziel von Scrum ist, der höchstmöglich zu erreichende Nutzwert von Produkten.

Scrum ist leichtgewichtig und einfach zu verstehen und schwierig zu meistern. Scrum basiert auf der empirischen Prozesssteuerung und fordert ständige Verbesserung.

Scrum stützt sich auf die 3 Säulen: 

  • Transparenz, 
  • Validierung
  • und Adaption.

Transparenz: 

ist entscheidend für die Ergebnisverantwortung. Transparenz hilft ein gemeinsames Verständnis herzustellen.

Validierung: 

in Scrum bedeutet, das die Ergebnisse regelmäßig auf ihre Ziele überprüft werden. Bei Abweichungen werden entsprechende Anpassungen vorgenommen.

Anpassung (Adaption)

ist erforderlich: wenn festgestellt wird, dass Abweichungen bestehen und das Ergebnis nicht akzeptabel ist. Je nach Analyseergebnis wird eine Anpassung beim Produkt, der Zusammenarbeit oder dem Prozess vorgenommen.

Anpassungen sollten zeitlich schnell erfolgen, damit sich Abweichungen nicht potenzieren.

Inspect & Adapt

Scrum kennt 4 Events zur Adaption und Validierung:

  • Das Sprint Planning
  • Das Daily Scrum
  • Der Sprint Review
  • Die Sprint-Retrospektive.

Scrum benennt 5 Werte. Diese sind

  • Selbstverpflichtung 
  • Mut
  • Focus
  • Offenheit
  • und Respekt

Diese Werte sollen durch das Scrum-Team gelebt werden.

Scrum ist dann erfolgreich, wenn alle Beteiligten in Erfüllung dieser fünf Werte kompetenter werden. Das bedeutet, dass die Beteiligten nicht schon zu Beginn von Scrum, maximale Kompetenz besitzen müssen.

Scrum ist vollständig. Werden Teile von Scrum weggelassen, ist das Ergebnis nicht Scrum.

Zusammengefasst ist Scrum: 

Ein leichtgewichtiges Framework, das  hilft den Wert eines Produktes zu maximieren. Es basiert auf der empirischen Prozesssteuerung. Scrum ist leichtgewichtig, einfach zu verstehen und schwierig zu meistern. Scrum ist ein Rahmenwerk oder auch Framework, genannt. Die Regeln von Scrum bestimmen die Wechselwirkungen zwischen Rollen, Ereignissen und Artefakten.  Die Vorgehensweise in Scrum ist iterativ und inkrementell.

Das komplette Framework ist auf scrumguides.org erhältlich.

Über den Autor

Frank Schatz

Wertschätzend. Motivierend. Polarisierend. Einer der führenden T-Shaped Agilisten im deutschsprachigen Raum. Seit über 25 Jahren IT-Unternehmer und Agile Work Experte dem, auf seinem Fachgebiet, kaum jemand etwas vormacht.

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