Meeting, nur mit Regeln wirklich gut

Für die Durchführung guter Meetings muss es  Regeln geben. An diese Regeln sollten sich alle halten. 

Kein Meeting ohne Agenda 

Ich empfehle, grundsätzlich jedes Meeting ohne eine Agenda abzulehnen. Wenn ich nicht weiß was der Inhalt des Meetings sein soll, kann ich mich auch nicht darauf vorbereiten und nichts Sinnvolles beitragen.
Das empfehle ich auch dann, wenn die Meetings vom Top-Management angesetzt werden. Keine Agenda, kein Meeting.

Pünktlichkeit

Meetings beginnen und enden pünktlich. Es ist eine Frage des Respekts und ein Zeichen der Wertschätzung pünktlich am Meeting Ort einzutreffen. Nicht auf die Minute genau, besser kurz vorher damit du dir einen Platz suchen kannst und deine Sachen ordnest. Bei Meetings in Scrum die oftmals nur 15 Minuten oder wenig mehr dauern, ist die akademische Viertelstunde inakzeptabel.

Mobiltelefone stumm schalten

Mobiltelefone sind Seuche und Segen unserer Zeit. In einem Meeting stören Mobiltelefone nur. Niemand ist so wichtig, dass er ständig erreichbar sein muss. Deshalb ist es in Meetings Vorschrift, das mitgebrachte Mobiltelefon entweder Aus oder auf Lautlos zu schalten. Vibrationsalarm ist nicht akzeptabel, denn in einem stillen Raum wirkt auch das Vibrationsgeräusch sehr störend für alle Teilnehmer.

Jeder spricht für sich

Teilnehmer sprechen im Meeting grundsätzlich in der “ich” Form. Ein “man” oder ein “wir” dient oft nur dazu, sich dahinter zu verstecken. Bei der “Ich” Form wird die eigene Verantwortung des Sprechers deutlich. Anstelle von “Man” und “Wir” kann noch ein “Du” verwendet werden. Hierbei sollte aber klar sein, das Aussagen die auf “Du” basieren oft als Angriffe verstanden werden. So ist es besser zu sagen: “Ich habe nicht richtig verstanden” als “Du hast dich unverständlich ausgedrückt”.

Wo wir gerade dabei sind: Wir können das “Aber” ebenfalls aus unserem Wortschatz streichen und durch ein “und” ersetzen. Ein “aber” führt die vorangegangene Aussage als nicht zutreffend ein und läutet die nachfolgende Korrektur ein.

Keine nebenläufigen Diskussionen

Es wird immer wieder gerne getan. Es tuschelt sich doch so schön mit dem Nebenmann oder der Nebenfrau. Dieses Getuschel kann gar nicht so leise sein, als das es nicht alle mitbekommen würden.

Es ist nicht nur unhöflich, sondern zerstört die Aufnahmefähigkeit der tuschelnden und lenkt die anderen Teilnehmer und den aktuellen Sprecher ab.

Aussprechen lassen

Wir sprechen erst dann, wenn der andere ausgesprochen hat. Wir hören dem Sprecher bis zum Ende zu und holen nicht vor dem Ende tief Luft um direkt losquatschen zu können.
Der Vorteil ist, du kannst über das gesagte nachdenken, bevor du antwortest.
Schon Laotse hat gesagt: “Der Weise redet nicht. Der Redende weiß nicht.”

Nicht bewerten

In einer Diskussion solltest du niemals die Aussagen anderer bewerten. Meistens ist gar nicht genügend Zeit, gründlich über die Aussagen nachzudenken und zu bewerten. Wichtiger ist es, alle Ideen und Aussagen zuzulassen und sie später, falls nötig, zu gewichten und zu bewerten. 


Der Vorteil ist, dass zurückhaltende Teilnehmer auch das Wort ergreifen, weil sie nicht durch negative Kommentare oder Bewertungen abgeschreckt werden. 

Welche Meeting-Regeln kannst du noch beisteuern? Schreib einen Kommentar …

Über den Autor

Frank Schatz

Wertschätzend. Motivierend. Polarisierend. Einer der führenden T-Shaped Agilisten im deutschsprachigen Raum. Seit über 25 Jahren IT-Unternehmer und Agile Work Experte dem, auf seinem Fachgebiet, kaum jemand etwas vormacht.

Interessante Artikel



{"email":"Bitte E-Mail Adresse eingeben","url":"Website ungültig","required":"Bitte alle Pflichtfelder ausfüllen"}
>